Was brauchen Sie, um selbst fliegen zu dürfen?
Die Annahme lautet meist: Flugschein und Wochenkurs. Tatsächlich brauchen Sie unter 250 Gramm nichts und darüber eine einzige Online-Theorieprüfung.

Sobald es um das Selbstmessen geht, kommt diese Frage: Darf jemand aus unserem Team das überhaupt fliegen? Meist mit der Annahme, dass ein Flugschein, eine Ausbildung oder ein Wochenkurs dazugehört.
Die kurze Antwort: meistens nicht, und wo etwas erforderlich ist, ist es weniger als erwartet. Dieser Beitrag fasst zusammen, was in der Praxis von Ihnen verlangt wird.
Unter 250 Gramm: Sie können sofort beginnen
Für eine Drohne unter 250 Gramm brauchen Sie keinen Drohnenführerschein und keine Prüfung. Keine Ausbildung, keine Theorie, keine praktische Prüfung. Jemand aus Ihrem Team nimmt sie aus der Verpackung und kann arbeiten.
Das ist keine Ausnahme und keine Grauzone, sondern genau so, wie die Regelung für diese Gewichtsklasse aufgebaut ist. Dazu gehört lediglich eine einmalige Registrierung als Betreiber, online in wenigen Minuten erledigt, und damit ist es getan.
Genau deshalb setzen wir für Chargenprüfungen bewusst eine Drohne unter dieser Grenze ein. Es nimmt die Hürde weg, bevor überhaupt eine entsteht.
Über 250 Gramm: eine Online-Prüfung
Wiegt die Drohne mehr als 250 Gramm, brauchen Sie einen Kompetenznachweis. Und hier liegt das Missverständnis: Das ist eine Online-Theorieprüfung, und sonst nichts.
Für die Arbeit, um die es hier geht, also Messungen auf dem eigenen Gelände oder auf einer Baustelle ohne Publikum, genügt diese Basisprüfung in der Regel. Es gibt noch einen zusätzlichen Nachweis für Situationen, in denen Sie näher an Menschen fliegen müssen, für die meisten Messaufgaben ist der aber nicht nötig.
- Es ist eine Theorieprüfung, online bei der nationalen Luftfahrtbehörde abzulegen. In Deutschland läuft das über das Luftfahrt-Bundesamt
- Keine praktische Prüfung und kein Fluglehrer: niemand steht daneben und bewertet Ihre Flugfertigkeit
- Multiple-Choice-Fragen zu Luftraum, Wetter, Sicherheit und den Regeln selbst
- Durchfallen ist kein Problem, Sie können es wiederholen
- Der Nachweis gilt mehrere Jahre und in der gesamten EU
In der Praxis läuft es also auf einen Nachmittag Lernen und eine Prüfung am Laptop hinaus. Kein Wochenkurs, keine Flugschule.
| Unter 250 Gramm | Über 250 Gramm | |
|---|---|---|
| Drohnenführerschein | Nicht nötig | Online-Theorieprüfung |
| Praktische Prüfung | Nicht nötig | Nicht nötig |
| Schulung | Nicht nötig | Ein halber Tag, bei uns |
| Registrierung als Betreiber | Einmalig, online | Einmalig, online |
| Wann können Sie beginnen | Sofort | Sobald die Prüfung bestanden ist |
Wo Sie nicht fliegen dürfen
Neben der Befugnis steht die Frage, wo Sie fliegen dürfen. Es gibt Bereiche, in denen es nicht erlaubt ist oder in denen Sie vorab etwas klären müssen: rund um Flughäfen, über militärischem Gelände und in einigen bestimmten Schutzgebieten.
In der Praxis ist das vor allem eine Frage des Vorabprüfens. Es gibt Karten, auf denen Sie je Standort sehen, ob etwas gilt, und das prüfen Sie einmal für ein Gelände, auf das Sie öfter kommen. Für die große Mehrheit der Betriebsgelände, Halden und Baustellen spielt es keine Rolle.
Wer es in der Praxis macht
Noch ein praktischer Punkt, der oft vergessen wird: Daraus muss keine eigene Funktion werden. Eine oder zwei Personen je Standort genügen, und das sind meist die Leute, die ohnehin auf dem Gelände unterwegs sind.
Sinnvoll ist es allerdings, es nicht bei einer Person zu lassen. Ist diese im Urlaub oder verlässt sie das Unternehmen, sollen die Messungen nicht stillstehen. Zwei Personen je Standort sind in der Praxis eine angenehme Untergrenze.
Die größere Abwägung: selbst messen oder beauftragen?Fliegen dürfen heißt nicht messen können
Eines sollte man hier nicht falsch verstehen. Fliegen zu dürfen bedeutet nicht, damit messen zu können. Eine Drohne für ein Urlaubsvideo oder ein Übersichtsbild des Geländes aufsteigen zu lassen, kann wirklich jeder: die Drohne macht das meiste selbst, und am Ergebnis sehen Sie sofort, ob es gut ist.
Ein messbarer Flug ist ein anderes Fach. Konstante Höhe, gleichmäßige Überlappung, feste Kameraeinstellungen und danach die Verarbeitung und die Prüfung, ob das Modell überhaupt stimmt. Das sind Entscheidungen, deren Fehler man am Ergebnis nicht ansieht: ein verzerrtes Modell wirkt genauso vollständig wie ein gutes, und das Volumen daraus genauso glaubwürdig. Dort liegt die eigentliche Hürde, nicht in der Prüfung.
Was einen Flug messbar macht, und was nichtSo helfen wir dabei
Wo ein Kompetenznachweis nötig ist, überlassen wir das nicht Ihnen. Wir haben dafür einen Kurs von einem halben Tag, in dem wir die Theorie durchgehen und Sie durch den Prüfungsprozess führen. Danach wissen Sie nicht nur, was für die Prüfung nötig ist, sondern auch, was es auf Ihrem eigenen Gelände bedeutet.
Lizenz und Versicherung sind Teil des Pakets, und denselben halben Tag nutzen wir, um Ihr Team mit Drohne und Plattform arbeiten zu lassen. Am Ende dieses Vormittags kann gemessen werden.
Das Messfach selbst bringen wir Ihnen nicht bei, denn das ist nicht nötig. Flughöhe, Überlappung und Flugmuster werden automatisch berechnet, Verarbeitung und Kontrolle laufen in der Cloud, und die Berechnung steckt in der Plattform. Ihr Team muss also keine Photogrammetrie beherrschen, um einer Messung vertrauen zu können.
Und für Anwendungen, bei denen wir unter 250 Gramm bleiben, etwa Chargenprüfungen, entfällt dieser Schritt ganz: Es gibt nichts zu beantragen und nichts zu prüfen.
So funktioniert die AiroMap-Plattform

